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Kinderzirkus 2011

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Sie sind jung und schon Wiederholungstäter. Doch mit den Jugendlichen, die immer wieder für Negativ- Schlagzeilen sorgen, haben diese Jungen nun wirklich nichts gemein. Dennis (15) und Lutz (16) sind Wiederholungstäter in Sachen Ferienzirkus in Sottrum. Schon als Zehnjährige stießen sie zu der bunten Truppe, die sich jeden Sommer (seit 2004) auf Einladung von Familienparkbesitzer Peter Deicke zusammenfindet. Dabei sind auch immer Kinder aus Tula in Russland.

Angelina setzt sich auf Neles Schoß und kuschelt sich an. Das rothaarige Mädchen ist erst sieben Jahre alt und schon Tausende Kilometer ohne seine Eltern gereist. Doch Heimweh? Fehlanzeige. „Ich finde das wirklich unerklärlich", sagt Peter Deicke, „aber hier hat noch nie ein Kind Heimweh gehabt." Ob er eines seiner Kinder in so jungen Jahren allein auf Reisen geschickt hätte? „Mit Sicherheit nicht!", entgegnet er. Doch die Eltern von Victoria, Tamara, Angelina, Alicia und Anastasia ließen ihre kleinen Mädchen ziehen. „Ihre Leser sollen aber nicht denken, dass die Kinder es nicht gut zu Hause haben", sagt Dennis besorgt, „das ist nicht so." Der Jugendliche aus Sottrum kümmert sich – ebenso wie sein Freund Lutz – fürsorglich um die Kinder. „Die sind wie kleine Schwestern für mich", erklärt er. Als Kind russischer Eltern ist er zweisprachig aufgewachsen, kann sich mit den Gästen daher ohne Probleme verständigen. 200 russischeWörter beherrscht auch Lutz schon. „Ich hatte mal Latein in der Schule, das hat mir nicht so viel Spaß gemacht. Russisch lerne ich jetzt freiwillig", erklärt der Hannoveraner.

Die Sottrumer Feriengäste besuchen in ihrer Heimat eine Zirkusschule. Trainerin Tamara Khijhatchenko arbeitet dort mit 1000 Kindern in verschiedenen Gruppen. Sie trifft die Auswahl, entscheidet, wer mit nach Deutschland zu „Peter" darf. Neben den Mädchen im Grundschulalter sind auch die Teenager Viktoria und Lena mit dem Bus aus Russland angereist. Das Team wird mit Hannah sowie den Kühne-Zwillingen Nele und Lisa perfekt. Jeden Vormittag trainieren sie zwei Stunden lang Akrobatik, Jonglagen, Trapezkunststücke oder Tierdressuren.

„Man kann den Kindern nichts Schöneres schenken als Zirkus", sagt Deicke. Dabei lernten die Mädchen und Jungen Teamgeist, freuten sich über gelungene Nummern und eine gute Vorstellung. „In unserer Gesellschaft wird doch viel zu oft gegeneinander gearbeitet", meint der Parkbesitzer. Im Zirkus aber, da ziehen alle an einem Strang, zählt das Miteinander. Außerdem sei die Arbeit gut für Körper und Geist. Das Training stärke die Muskulatur, die Haltung der Kinder verbessere sich. „Fast alle dieser Kinder haben eine Eins in Sport auf dem Zeugnis", erzählt der 80-Jährige. Dennis freut sich gar über eine „Eins" in Mathe. Das habe er unter anderem der Jonglage zu verdanken, ist Deicke überzeugt: „Durch das Jonglieren werden die rechte und die linke Gehirnhälfte vernetzt, das ist wichtig fürs mathematische Verständnis."

Für die Persönlichkeitsentwicklung sei die Arbeit als Clown einfach nur großartig. „Man muss ertragen, dass die anderen über einen lachen", erklärt Deicke. Für Lutz und Dennis kein Problem. Das stellen sie bei der Schwertschlucker-Nummer unter Beweis. Dabei schluckt Lutz das Schwert und tut so, als ob er die Klinge nicht wieder aus dem Hals bekommt. Aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Umgeben von seinen Zirkuskindern kommt Deicke aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. „Die sind so toll", schwärmt er und zeigt auf die Kühne-Zwillinge Nele und Lisa. Fürchterlich frech und ungezogen seien die Mädchen gewesen, als sie zum Zirkus kamen. Das habe sich grundlegend geändert. „Naja, frech biste immer noch", sagt Deicke und streichelt Nele über die Wange. Er schloss diese Kinder wirklich in sein Herz. Das beweist ein Versprechen, das der Mann den jeweiligen Eltern von Lutz, Dennis, Nele und Lisa schon vor Jahren gab: „Wenn euch etwas passiert, dann nehmen wir eure Kinder auf." Das war natürlich mit seiner Frau Christa Deicke abgesprochen. Glücklicherweise geht es den Elternpaaren aber gut. Lutz wohnt mit seiner Familie die ganzen Sommerferien über im Freizeitpark. Deicke schenkte den Hannoveranern ein Häuschen auf dem Gelände. So ist der junge Mann immer schnell bei seiner Zirkustruppe.

Nur wenn die russischen Artisten von Tula aus um die Welt reisen, dann kann er nicht auf „seine" Mädchen aufpassen. Während er in Deutschland die Schulbank drückt, bestreiten die Mädchen aus RusslandZirkusmeisterschaften (die kleine Viktoria ist russische Meisterin in ihrer Altersklasse) oder jetten um die Welt. Einmal im Jahr gastieren sie sogar in Oman. Dorthin luden die jungen Damen ihren größten Fan und Freund Peter im vergangenen Jahr ein.

Natürlich präsentiert die muntere Truppe auch in Sottrum ihr Programm. Jeden Tag um 15 Uhr stürmen sie die Manege auf dem Gelände des Familienparks. Nur montags nicht. Da ist nicht etwa Ruhe-, sondern Actiontag: „Dann unternehmen wir gemeinsam etwas. Was? Das entscheiden immer die Kinder", sagt Deicke.

„Dawai, dawai", ruft Tamara Khijhatchenko der kleinen Alicia zu, die gerade versucht, 15 Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig auf ihren Hüften in Schwung zu halten. Währenddessen arbeitet Hannah mit dem Pony Abby in der Manege. Es soll sich hinlegen, aber das Pony will immer wieder aufstehen. „Du musst zärtlicher sein. Streichle es am Kopf", fordert Tiertrainer Deicke mit ruhiger Stimme auf. Und tatsächlich, das Pony wird gleich viel gelassener. Bevor es gleich zum Mittagessen geht, proben auch Lutz und Dennis noch einmal ihre Akrobatik-Nummer. Ob sie im kommenden Jahr auch wieder dabei sein werden? Na klar, das lassen sich die Zirkus-Wiederholungstäter nicht nehmen

Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 2.8.2011

"Kleine Familie für einen Sommer" - Artikel aus der HAZ vom 02.08.2011

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Kinderparadies

„Wenn das kein Paradies für Kinder ist«, schreibt der Führer für Freizeitparks im Norden, „dann gibt es auch kein anderes auf dieser Welt."

Einfachheit

Der Erfolg des Familienparks Sottrum liegt in seiner fantasievollen Einfachheit. Im Gegensatz zu vielen anderen Freizeitparks findet der Besucher keine Vergnügungsmaschinen, sondern viel Raum zum individuellen Entdecken und selber Ausprobieren.

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